2019 – ein volles Jahr!

Bevor wir die Ärmel hochkrempeln und mit Tatendrang ins Jahr 2020 blicken, wollen wir das Jahr 2019 Revue passieren lassen – und uns natürlich auch bei Euch bedanken.

Liebe Freunde und Freundinnen, lieber UnterstützerInnen

Das neue Jahrzehnt ist nun schon ein paar Tage alt und wir hoffen, dass das Jahr 2020 für Euch bislang von Gemütlichkeit, Freude, Gesundheit und lieben Menschen in eurem Umfeld geprägt ist. Bevor wir die Ärmel hochkrempeln und mit Tatendrang ins Jahr 2020 blicken, wollen wir das Jahr 2019 Revue passieren lassen – und uns natürlich bei Euch bedanken.

Nach wie vor arbeiten wir eng mit der burkinischen Partnerorganisation RESEAU zusammen. Mit dessen Vorsitzenden Tassére Derra sind wir in regelmäßigem Austausch und erhalten mindestens wöchentlich neue Informationen, Fotos oder Rückmeldungen zu den laufenden Projekten. Hier eine kurze Zusammenfassung:

Mikrokredite auf dem Land

Besonders stolz sind wir auf unser laufendes Mikrokredite-Projekt: Hier erhalten einige Frauen einen zinsfreien Geldbetrag, der innerhalb eines Jahres vollständig zurückgezahlt werden muss. Mit den Krediten finanzieren die Frauen ihre kleinen Geschäfte, oder machen Anschaffungen wie etwa neue Tiere, um in der Zukunft weitere Produkte verkaufen zu können. Im Jahr 2019 haben wir ein Projekt erfolgreich abgeschlossen: alle Kreditnehmerinnen zahlten ihren Kredit aus dem Jahr 2018 zu 100% zurück. Dies erlaubte uns, das Mikrokredite-Projekt weiterzuführen. So konnten wir (weiteren) 50 Frauen aus den Dörfern Raongo, Mouni, Sagla, Rabodin, Tansé und Kourian Kleinstkredite gewähren. Jede Frau erhielt umgerechnet 85 € für ein Jahr. Die Frauen sind angehalten, die Kredite in 2020 zurückzuzahlen.

Ochsenprojekt

Auch in unserem Ochsenprojekt konnten wir 2019 fünf Ochsen für fünf Familien finanzieren. Die Ochsen, die wir im Jahr 2017 gespendet hatten, wurden (und werden zum Teil noch) Ende 2019 weiterverkauft, damit die Familien mit dem Erlös der nun ausgewachsenen Tiere zwei neue Tiere erstehen können. Der Verkauf der Ochsen findet traditionell in den Wochen um Weihnachten statt.

Moringa-Projekt

Vielleicht erinnert ihr Euch… Um u.a. der Mangelernährung entgegenzusteuern, Erosion zu bekämpfen und neue Erwerbsquellen für die Menschen in ländlicher Umgebung zu schaffen, starteten wir mit unserem burkinischen Partner das Moringa Projekt: Der Baum  Moringa enthält alle essentiellen Aminosäuren, fast alle Vitamine, darunter besonders viel Vitamin C und A, sowie Mineralien, besonders Eisen, Kalzium und Magnesium. Das Besondere an Moringa ist, dass alle Bestandteile des Baumes genutzt werden können und somit nichts weggeworfen werden muss.

Wir finanzierten im Jahr 2018 über 1000 Moringa-Setzlinge. Im vergangenen Sommer konnte unser Projektpartner die erste Ernte einfahren und zudem weitere 1450 Moringa-Pflanzen dank Eurer Unterstützung anpflanzen. Das Projekt kostete 1330 Euro.

Weiterer Schulanbau

In Tampouy, dem Armenviertel Ouagadougous in Burkina Faso, unterstützen wir seit einigen Jahren eine Schule (so haben wir in den Jahren zuvor ein Ausbildungszentrum für Lehrer errichtet, einen Brunnen und außerdem zwei Schulklassen bauen lassen, vielleicht erinnert ihr euch daran). Da die Schule aber nach wie vor aus allen Nähten platzte, konnten wir mit Euren Spenden drei weitere Klassenräume errichten. Die Kosten beliefen sich auf umgerechnet 20.000 Euro. Im Sommer wurden alle drei Räume eröffnet und am gleichen Tag in Betrieb genommen. Seitdem sind auch diese Räume stets komplett gefüllt J

Die Sicherheitslage vor Ort

Obwohl alle Projekte wirklich großartig laufen und die Zusammenarbeit großen Spaß bereitet, gibt es leider auch einige ernüchternde Nachrichten, vielleicht habt ihr ja auch davon gehört: Immer mehr Anschläge erschüttern das Land. In einigen Berichten wird Burkina Faso gar als Sinnbild für den sich ausbreitenden Terror in Westafrika bezeichnet. So wurden z.B. an Weihnachten mehr als 40 Menschen bei einem terroristischen Anschlag getötet. Es scheint, dass sich die Lage dramatisch verschlimmert. Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Freunden vor Ort, die uns berichten, dass sich die Sicherheitslage stark verschlimmert. Auch das Auswärtige Amt verhängt auf Teile des Langes Reisewarnungen. So wie es aussieht werden wir im Jahr 2020 wohl nicht nach Burkina reisen können, aber natürlich weiterhin unterstützen, wo wir können.

Dabei ist unsere Arbeit und die Arbeit der Projektpartner wichtiger denn je. Terrorgruppen versuchen derzeit insbesondere in Armenvierteln Anhänger zu finden, indem sie die Perspektivlosigkeit und die finanziellen Nöte der lokalen Jugend ausnutzen. Auch besonders deshalb wollen wir unbedingt weitermachen, um die Menschen dabei zu unterstützen, Alternativen zu finden und sich ein besseres Leben aufzubauen. Danke, dass ihr im letzten Jahr so an unserer Seite wart – ohne euch wären wir nie so erfolgreich!

Viele Grüße von unserem gesamten agbe-Team!